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2022 weiterhin mit einer guten Ertragslage

AUTOBUSINESS | Ausgabe: 3/2022 (Oktober)

Von Peter W. Plagens und Ingo Breitenfeld

Die von PlanAPP veröffentlichten Benchmark-Werte für das erste Halbjahr dieses Jahres zeigen ein durchweg positives Bild auf.

Der positive Trend hält an: Die aktuellen Benchmark-Werte für das Halbjahr 2022, die Nutzern der Controlling-Software PlanAPP zur Verfügung gestellt werden, belegen klar, dass die relativ guten Ergebnisse des ersten Quartals 2022 auch im zweiten Quartal 2022 fortgeführt werden konnten. Dabei konnte bei den Nettoerlösen und dem Bruttogewinn gegenüber den Vorjahren sowohl absolut als auch relativ eine teilweise deutliche Steigerung erzielt werden. Weiterhin fallen die Kosten in fast allen Bereichen gegenüber den Vorjahren absolut höher aus. Dennoch konnten die Deckungsbeiträge auf Gesamtbetriebsebene aufgrund der verbesserten absoluten und relativen Bruttogewinne teilweise deutlich gesteigert werden (Deckungsbeitrag III 2022: 7,5 Prozent; 2021: 5,3 Prozent; 2020: 4,4 Prozent).

Sinkende Zinsen und leicht steigende indirekte Betriebskosten führen zu einem vorläufigen Betriebsgewinn vor Steuern, der mit einer Rendite von 3,5 Prozent um 2,1 bzw. 3,2 Prozentpunkte über den Werten der Vorjahre liegt (vgl. Tabelle 1). Die Umsatzrendite vor Steuern konnte gegenüber den Vorjahren ebenfalls um zwei bzw. drei Punkte gesteigert werden – und fällt nun mit 3,6 Prozent überdurchschnittlich gut aus. Noch deutlicher wird die Ergebnisverbesserung, wenn die Renditen auf den Bruttogewinn bezogen werden. Dort konnte das Ergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021 sogar fast verdoppelt werden (2022: 16,1 Prozent; 2021: 8,4 Prozent; 2020: 3,1 Prozent).



Ergebnisse im Bereich SALES
In einer vertiefenden Analyse zeigen sich die deutlichen Auswirkungen der aktuell weiterhin angespannten Liefersituation. Auch im zweiten Quartal 2022 kam es zu einer Verknappung der Ausbringungsmengen und den damit verbundenen Lieferschwierigkeiten bei den Herstellern. Daher sind die Erlöse im Neuwagen-Bereich weiterhin rückläufig. Aufgrund des sinkenden Angebotes und der damit verbundenen geringeren Nachlässe konnte der Bruttogewinn aber gesteigert werden. Trotz eines Anstiegs bei den Personalkosten und direkten Betriebskosten auf das Niveau von 2019 konnten im Neuwagen-Bereich relative Deckungsbeiträge III über den Vorjahren realisiert werden (vgl. Tabelle 2). Absolut kommt es allerdings zu einem Rückgang im DB III gegenüber dem Jahr 2021.

Auch im zweiten Quartal profitiert vor allem der Gebrauchtwagen-Bereich von der Verknappung der Neuwagen. Die Bruttogewinne konnten bei vergleichbaren Nettoerlösen relativ und absolut deutlich gesteigert werden (vgl. Tabelle 3). Die sinkenden Bestände im Gebrauchtwagen-Bereich und fehlende Neuwagen-Alternativen resultierten in höheren Verkaufspreisen. Da die Kosten relativ konstant gehalten werden konnten, liegt der relative Deckungsbeitrag III um 3,7 bzw. 5,3 Prozentpunkte über den Vorjahren und der absolute Deckungsbeitrag III hat sich im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt.


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